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Antworten – FAQs für Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen

Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen, die im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Pflege Erwachsener und älterer Angehöriger stehen.

Wir haben die Fragestellungen so präzise wie möglich beantwortet und sie mit Links versehen, sodass Sie schnell und unkompliziert zu den gewünschten Informationen gelangen.

Für individuelle Fragestellungen und Lösungsfindungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Hier geht es zum Bereich der FAQs für Familien mit Kindern.

1. Als pflegende Angehörige stehe ich permanent unter Zeitdruck. Wie kann ich gut auf meine Gesundheit und Work-Life-Balance schauen?

Für Menschen, die oft jahrelang den belastenden Herausforderungen eines Arbeitsalltags und der permanenten Sorge um ein Familienmitglied gerecht werden müssen und wollen, ist es besonders wichtig, sich um sich selbst zu kümmern. Dafür bleibt meist am wenigsten Zeit.

Einerseits ist es wichtig, ein Netzwerk um die pflegebedürftige Person herum aufrecht zu erhalten oder näher heranzuziehen, um nicht mehr und mehr alleine den Anforderungen der ständigen Sorge und Verantwortung zu unterliegen.

Andererseits wäre ein minimaler Ausgleich in Form einer regelmäßigen Unternehmung wichtig, um die Belastungen eines solchen Vereinbarkeitsalltags gut meistern zu können. Das kann eigenes soziales Netzwerk sein, Menschen, die zur emotionalen Unterstützung beitragen, oder ein Spaziergang/Hobby, das regelmäßig bewusst gepflegt wird.

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2. Wie komme ich für meinen pflegebedürftig werdenden Angehörigen/meine pflegebedürftig werdende Angehörige zu einer Einstufung des Pflegebedarfs und zum Pflegegeld?

Das Pflegegeld ist ein pauschalierter Beitrag zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen. Es soll außerdem die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes, den eigenen Bedürfnissen entsprechendes Leben zu führen, erleichtern.

Voraussetzungen (Stand: Februar 2015) für den Bezug von Pflegegeld sind:

  • gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich
  • das Vorliegen eines ständigen Betreuungs- oder Hilfsbedarfs wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung bzw. einer Sinnesbehinderung, die voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern wird.
  • das Vorliegen eines ständigen Pflegebedarfs von mehr als 60 Stunden im Monat.

Die Höhe des Pflegegelds richtet sich nach dem Ausmaß des erforderlichen Pflegebedarfs und wird in sieben Stufen gewährt.

Ein Antrag auf Pflegegeld kann von den pflegebedürftigen Personen selbst, von gesetzlichen VertreterInnen bzw. von SachwalterInnen, von Familienmitgliedern oder von Haushaltsangehörigen gestellt werden.

Der Antrag kann (per Formular oder formlosem Schreiben) bei folgenden Stellen eingebracht werden:

  • Bei der zuständigen Versicherungsstelle der Pensions- oder RentenbezieherIn.
  • Für berufstätige Personen, mitversicherte Angehörige und BezieherInnen einer Mindestsicherung bzw. eines Rehabilitationsgeldes bei der Pensionsversicherungsanstalt.
  • Für BezieherInnen einer Beamtenpension eines Landes oder einer Gemeinde: bei der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter – Pensionsservice.

Um den tatsächlichen Hilfs- und Betreuungsaufwand zu erfassen, ist für pflegende Angehörige eine Dokumentation des Pflegebedarfs ebenso hilfreich wie notwendig. Die Plattform Mobile Pflege Tirol hat in Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer Tirol ein Pflegetagebuch erarbeitet, das als Unterstützung bei der Ermittlung des Pflegebedarfs dient.

Der Bezug von Pflegegeld ist außerdem eine Voraussetzung für die Beantragung einer Pflegekarenz oder einer Pflegeteilzeit.

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3. Aufgrund von Veränderungen brauche ich eine bestimmte Zeitspanne, um die Organisation rund um meine Familie und die pflegebedürftige Person neu aufzustellen. Welche Möglichkeiten habe ich?

Dafür können Sie einige Tage Sonderurlaub beantragen  oder, wenn es länger dauern sollte, auch die Möglichkeiten einer Pflegekarenz/Pflegeteilzeit oder Hospizkarenz/Hospizteilzeit in Anspruch nehmen.

Auf unserer Website finden Sie hierzu eine Vielzahl an nützlichen, arbeitsrechtlichen Informationen.

Lesen Sie genauere Informationen dazu auch in der unicare-Broschüre, die wir Ihnen gerne zusenden.  Sie steht Ihnen natürlich auch als Download zur Verfügung.

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4. Ein Familienmitglied wurde zum Pflegefall. Was mache ich, wenn die Pflegefreistellung aufgebraucht ist?

Die Universität Graz hat diese Situation in der Betriebsvereinbarung zu Sonderurlaube/Dienstverhinderungen geregelt: Alle DienstnehmerInnen der Universität können aus wichtigen persönlichen oder familiären Gründen oder aus einem sonstigen besonderen Anlass um Sonderurlaub ansuchen. Bei Gewährung dieses Ansuchens behält der/die DienstnehmerIn den Anspruch auf das volle Entgelt.

Unter anderem auch aufgrund unterschiedlicher familiärer Konstellationen, die heute bestehen, hat die Universität Graz unabhängig vom gesetzlichen Anspruch auf Pflegefreistellung vereinbart, dass für die notwendige Begleitung und Pflege von nahen Angehörigen (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder, ferner Geschwister und Stiefkinder ohne die Voraussetzung eines gemeinsamen Haushalts) sowie andere Angehörige, sofern sie im gemeinsamen Haushalt leben, ein Anspruch auf Gewährung von Sonderurlaub besteht.

Nähere Information finden sie auf unserer Homepage unter "Rechtliches & Finanzielles"!

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5. Mein Vater/meine Mutter ist an Demenz erkrankt. Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es?

Auch, wenn Sie nur den Verdacht hegen, dass Ihr Elternteil oder PartnerIn beginnt zu dementieren, suchen Sie möglichst früh professionelle Beratung auf! Mit kooperativen HausärztInnen kann die Frage und die Notwendigkeit einer Pflegeeinstufung gut abgeklärt werden.

Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage direkt und vertraulich an unikid & unicare – oder kontaktieren Sie eine der möglichen Beratungsstellen.

Wenn Sie stundenweise Entlastung brauchen, finden Sie hier einige AnbieterInnen in Graz. Stundenweise Betreuungen können einerseits die hauptverantwortliche Person entlasten, und können andererseits auch als behutsamer Einstieg in professionelle Pflegeleistungen sehr wertvoll sein.

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6. Aufgrund beginnender körperlicher Einschränkungen ist eine Veränderung der Wohnsituation nötig, was kann ich tun?

Die Möglichkeiten hier sind vielfältig:

  • Es gibt eine Beratung zur Wohnraumanpassung, die zusammen mit mobilen Diensten oder auch Tageszentren die Häuslichkeit qualitativ verlängern können.
  • Es gibt SeniorInnenwohnungen der Stadt Graz, in denen Betreuung bei Bedarf geleistet werden kann.
  • Es gibt Einrichtungen, die betreutes Wohnen und SeniorInnenWGs anbieten, in denen Betreuung bei Bedarf geleistet werden kann, die aber auch ohne Betreuungsbedarf bezogen werden können.
  • SeniorInnen- und Pflegeheime

Die Infostelle über Versorgungsangebote der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) bietet Information und Orientierung in altersspezifischen Fragen, um angemessene Lösungsmöglichkeiten für den momentanen Unterstützungs- und Pflegebedarf zu finden.

Lesen Sie weitere Informationen dazu auch in der unicare-Broschüre, die wir Ihnen gerne zusenden. Sie steht Ihnen natürlich auch als Download zur Verfügung.

Diese Broschüre bietet Informationen und Kontakte, und soll darüber hinaus hilfreich sein, Gedanken zu ordnen, Pros und Contras abzuwägen, gemeinsam mit anderen Personen Entscheidungen abzuklären.

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7. Meine Eltern pflegen einander, nun tritt einseitig erhöhter Pflegebedarf bzw. erhöhte Belastung auf, was kann ich tun?

Erfahrungsgemäß nehmen Menschen die eigene steigende Pflegebedürftigkeit wie auch die sinkende Belastbarkeit sehr leidvoll wahr. Das kann zur Verweigerung mobiler Dienste führen, da es scheinbar einem Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit gleichkommt. Am besten ist es, langsam eine Einzelperson, etwa in Form eines Besuchsdienstes, an die Person(en) heranzuführen, um die Inanspruchnahme professioneller Dienstleistungen zu entängstigen. Ein persönlicher Kontakt kann sehr hilfreich sein, Hemmschwellen und Ängste abzubauen.

Wenn Sie stundenweise Entlastung brauchen, finden Sie hier einige AnbieterInnen in Graz. Stundenweise Betreuungen können einerseits die hauptverantwortliche Person entlasten, und können andererseits auch als behutsamer Einstieg in professionelle Pflegeleistungen sehr wertvoll sein.

Informieren Sie sich diesbezüglich auf unserer Website unter "unicare-Beratung bei Sorge und Pflege"!

Lesen Sie weitere Informationen dazu auch in der unicare-Broschüre, die wir Ihnen gerne zusenden. Die Broschüre steht Ihnen auch als Download zur Verfügung.

Diese Broschüre bietet Informationen und Kontakte, und soll darüber hinaus hilfreich sein, Gedanken zu ordnen, Pros und Contras abzuwägen, gemeinsam mit anderen Personen Entscheidungen abzuklären.

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8. Ich sorge für meinen pflegebedürftigen Angehörigen/für meine pflegebedürftigen Angehörigen und muss für einige Zeit eine Alternative finden, da ich auf Urlaub/einen Kongress/eine Tagung fahre und in dieser Zeit nicht zur Verfügung stehe. Was kann ich tun?

Für flexible bedarfsorientierte Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen gibt es einige Möglichkeiten, die wir auf unserer Website nach persönlicher Kontaktaufnahme sammeln.

Hier finden Sie Betreuungspersonen (nicht unbedingt nur Pflegepersonal), die stundenweise Entlastung anbieten: Besuche, Spaziergänge etc.

Unterstützung bei Haushaltstätigkeiten bietet die Heimhilfe – diese wird wie Pflegehilfe und Hauskrankenpflege durch Trägervereine angeboten

Des Weiteren stehen auch einige Organisationen zur Verfügung die Betreuung für jeglichen Anlass anbieten. Bitte beachten Sie dazu vor allem die Infobox "Pflegeplätze" auf der verlinkten Seite.

Finanzielle Unterstützung zur Finanzierung von professioneller und/oder privater Ersatzpflege bei Abwesenheit der hauptsächlich betreuenden und/oder pflegenden Person kann aus dem Unterstützungsfonds beantragt werden. Für pflegebedürftige Menschen ab Pflegestufe 3, bei Vorliegen einer demenziellen Erkrankung und für minderjährige Personen, ab Pflegestufe 1.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Sozialministeriums!

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Kontakt

Mag. Julia Spiegl, Leitung
Harrachgasse 32, 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 2168

Termine bitte nach Vereinbarung

Hilfreich

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