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Familienhospizfreistellung

Die/der ArbeitnehmerIn kann eine Herabsetzung, eine Änderung der Lage der Normalarbeitszeit oder eine Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgelts zum Zwecke der Sterbebegleitung einer/s nahen Angehörigen verlangen, auch wenn kein gemeinsamer Haushalt mit der/dem nahen Angehörigen gegeben ist.

Nahe Angehörige sind Großeltern, Eltern, EhegattIn, LebensgefährtIn, Kinder, Enkelkinder, ferner Wahl- und Pflegekinder, im gemeinsamen Haushalt lebende leibliche Kinder des anderen Ehegatten oder der/des eingetragenen PartnerIn oder LebensgefährtIn sowie die Person, mit der die/der ArbeitnehmerIn in Lebensgemeinschaft lebt.

Sterbebegleitung kann auch für die Sterbebegleitung von Geschwistern, Schwiegereltern, Schwiegerkindern, Wahl- und Pflegeeltern und von leiblichen Kindern des anderen Ehegatten oder der/dem LebensgefährtIn verlangt werden.

Sterbebegleitung kann für einen Zeitraum von maximal drei Monaten gewährt werden. Schriftlich bekanntzugeben sind Beginn und Dauer. Eine Verlängerung der Maßnahme kann schriftlich verlangt werden, wobei die Gesamtdauer sechs Monate nicht überschreiten darf.

Die/der ArbeitnehmerIn hat den Grund für die Maßnahme und deren Verlängerung als auch das Verwandtschaftsverhältnis glaubhaft zu machen.

Auf Verlangen der Arbeitgeberin ist eine schriftliche Bescheinigung über das Verwandtschaftsverhältnis vorzulegen. Die Sterbebegleitung kann frühestens fünf Arbeitstage, die Verlängerung frühestens zehn Arbeitstage nach Zugang der schriftlichen Bekanntgabe angetreten werden.

Einen Wegfall der Sterbebegleitung hat die/der ArbeitnehmerIn der Arbeitgeberin unverzüglich bekannt zu geben. Die vorzeitige Rückkehr zur ursprünglichen Normalarbeitszeit kann zwei Wochen nach Wegfall der Sterbebegleitung verlangt werden.

Ebenso kann die Arbeitgeberin bei Wegfall der Sterbebegleitung die vorzeitige Rückkehr zum Arbeitsplatz verlangen, sofern nicht berechtigte Interessen der/des ArbeitnehmerIn dem entgegenstehen.

Hier geht es zum Formular für Familienhospizkarenz und Familienhospizteilzeit.

Als finanzielle Absicherung während einer Familienhospizkarenz kann Pflegekarenzgeld wie auch ein Zuschuss des BMFJ beantragt werden.

Kontakt

Mag. Julia Spiegl, Leitung
Harrachgasse 32, 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 2168

Termine bitte nach Vereinbarung

Hilfreich

Finanzielle Förderungen
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Gesprächsleitfaden "Berufliche Auszeiten"

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