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Familienhospizkarenz/-teilzeit

ArbeitnehmerInnen können eine Herabsetzung, eine Änderung der Lage der Normalarbeitszeit oder eine Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgelts zum Zwecke der Sterbebegleitung naher Angehöriger verlangen, auch wenn kein gemeinsamer Haushalt gegeben ist.

Nahe Angehörige sind Großeltern, Eltern, EhegattIn, LebensgefährtIn, Kinder, Enkelkinder, Wahl- und Pflegekinder, im gemeinsamen Haushalt lebende leibliche Kinder der anderen Ehegatten/eingetragenen PartnerInnen/LebensgefährtInnen sowie die Person, mit der Sie in einer Lebensgemeinschaft leben.

Hospizkarenz/Hospizteilzeit kann auch für die Sterbebegleitung von Geschwistern, Schwiegereltern, Schwiegerkindern, Wahl- und Pflegeeltern und von leiblichen Kindern der anderen Ehegatten/LebensgefährtInnen verlangt werden.

Hospizkarenz/Hospizteilzeit kann für einen Zeitraum von maximal drei Monaten gewährt werden. Schriftlich bekanntzugeben sind Beginn und Dauer. Eine Verlängerung der Maßnahme kann schriftlich verlangt werden, wobei die Gesamtdauer sechs Monate nicht überschreiten darf.

Dieselben Maßnahmen können für die Begleitung von im gemeinsamen Haushalt lebenden schwersterkrankten Kindern (leiblichen Kindern, Wahl- oder Pflegekindern, Stiefkindern, Kindern der LebensgefährtInnen/eingetragenen PartnerInnen beantragt werden. Eine Altersgrenze besteht nicht. Die Begleitung kann für bis zu fünf Monate verlangt werden, eine Verlängerung auf insgesamt neun Monate pro Anlassfall ist möglich (ebenso eine zweimalige weitere Verlängerung auf insgesamt 27 Monate), wenn weitere medizinische Therapien notwendig sind.

Als ArbeitnehmerIn müssen Sie den Grund für die Maßnahme und deren Verlängerung wie auch das Verwandtschaftsverhältnis glaubhaft machen.

Auf Verlangen der Arbeitgeberin ist eine schriftliche Bescheinigung über das Verwandtschaftsverhältnis vorzulegen. Die Sterbebegleitung kann frühestens fünf Arbeitstage, die Verlängerung frühestens zehn Arbeitstage nach Zugang der schriftlichen Bekanntgabe angetreten werden.

Ein Wegfall der Sterbebegleitung ist unverzüglich bekannt zu geben. Die vorzeitige Rückkehr zur ursprünglichen Normalarbeitszeit kann zwei Wochen nach Wegfall der Sterbebegleitung verlangt werden.

Ebenso kann die Arbeitgeberin bei Wegfall der Sterbebegleitung die vorzeitige Rückkehr zum Arbeitsplatz verlangen, sofern nicht berechtigte Interessen von ArbeitnehmerInnen entgegenstehen.

Hier geht es zum Formular für Familienhospizkarenz und Familienhospizteilzeit.

Als finanzielle Absicherung während einer Familienhospizkarenz kann Pflegekarenzgeld wie auch ein Zuschuss des BMFJ beantragt werden.

Kontakt

Mag. Julia Spiegl, Leitung
Harrachgasse 32, 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 2168

Termine bitte nach Vereinbarung

Hilfreich

Finanzielle Förderungen
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Gesprächsleitfaden "Berufliche Auszeiten"

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